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Blaulicht

POL-HH: 211109-2. Drei Zuführungen nach Verdacht des gewerbsmäßigen Drogenhandels in Hamburg-Jenfeld

Symbolbild Polizei (Quelle: Pixabay)

Hamburg (ots) –

Tatzeit: 08.11.2021, 20:16 Uhr

Tatort: Hamburg-Jenfeld, Rodigallee

Beamte des Polizeikommissariats 38 (PK 38) haben gestern Abend in einem Kiosk in Jenfeld fünf Männer vorläufig festgenommen, die verdächtig sind, gewerbsmäßig mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Hierbei spielte auch ein Auto, das aus einem Wohnungseinbruch stammt, eine Rolle.

Gestern Abend fielen Zivilfahndern des Polizeikommissariats 38 (PK 38) zwei Jungen auf, die offenbar gezielt einen Kiosk in der Rodigallee aufsuchten. Statt dort typische Kioskwaren zu kaufen, kam es zwischen einem der Jungen und einem der im Kiosk anwesenden Männer zu einer konspirativen Austauschhandlung, in deren Anschluss die Jungen das Geschäft wieder verließen.

Als die Polizeibeamten die beiden 13- und 14-Jährigen wenig später überprüften, fanden sie bei dem Jüngeren eine kleinere Menge Marihuana. Die Polizisten stellten das Rauschgift sicher und nahmen die Minderjährigen in Gewahrsam.

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Etwa gleichzeitig suchte der mutmaßliche Drogendealer aus dem Kiosk direkt nach dem Kontakt zu den beiden Teenagern einen in Kiosknähe geparkten Opel Corsa auf und begab sich unmittelbar danach wieder zurück in den Laden.

Mit Unterstützung des Drogendezernats (LKA 68) und mehrerer Streifenwagenbesatzungen vollstreckten die Fahnder noch am Abend durch die Staatsanwaltschaft Hamburg auf dem Eilwege erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse für den Kiosk und den Opel Corsa. Hierbei kamen auch zwei Rauschgiftspürhunde zum Einsatz.

Im Kiosk trafen die Beamten auf fünf Männer im Alter zwischen 20 und 47 Jahren, die sie wegen des Verdachts des Drogenhandels vorläufig festnahmen.

Der Versuch eines 20-jährigen Afghanen, Pfefferspray gegen die Polizeibeamten einzusetzen, konnte unterbunden werden.
Bei der Durchsuchung des Kiosks fanden die Beamten in einem Nebenraum unter anderem 520 Gramm vakuumiertes Heroin sowie szenetypisches Equipment und Verpackungsmaterial.

Bei dem mutmaßlichen Kioskbetreiber, einem 28-jährigen Serben, stellten die Ermittler über 3.000 Euro Bargeld sicher.

Ein 20-jähriger Syrer hatte den Schlüssel zu dem Opel Corsa bei sich.

In dem Wagen, der offenbar von den Männern als Bunker genutzt worden war, beschlagnahmten die Polizisten 110 Gramm Marihuana. Zudem stellten sie fest, dass das Auto samt Schlüssel offenbar Ende vergangener Woche im Zuge eines Wohnungseinbruchs in Osdorf entwendet worden war. In dem gestohlenen Wagen fanden die Beamten weiterhin mehrere hochwertige Schmuckstücke sowie mutmaßliche Einbruchswerkzeuge, die sie ebenfalls sicherstellten.

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Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des 20-jährigen Afghanen in Hausbruch wurden eine kleinere Menge Marihuana, eine Feinwaage, Verpackungsmaterial, ein Teleskopschlagstock und eine Tasche mit weiteren Schmuckstücken sichergestellt.

In der Wohnung des mutmaßlichen Kioskbetreibers in Osdorf fanden die Beamten ein Tütchen Marihuana auf.

Der 20-jährige Afghane, der 20-jährige Syrer und der 28-jährige Serbe wurden von Ermittlern des Drogendezernats einem Haftrichter zugeführt.
Ein 35-jähriger Serbe und ein 47-jähriger Deutscher wurden mangels Haftgründen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Polizei entlassen.

Die beiden mutmaßlichen Drogenkäufer wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Ermittlungen des Rauschgiftdezernats sowie der Fachdienststelle für Wohnungseinbruchdiebstahl (LKA 19 „Castle“), hier insbesondere die Zuordnung der aufgefundenen Schmuckstücke, dauern an.

Ka.

Rückfragen der Medien bitte an:

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Polizei Hamburg
Nina Kaluza
Telefon: 040 4286-56212
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg

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