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Blaulicht

POL-MG: Versuchter Betrug durch „falsche Polizisten“

Symbolbild Polizei (Quelle: Pixabay)

Mönchengladbach (ots) –

In Mönchengladbach ist eine 76-jährige Frau am Montagmittag, 08.11.2021, beinah in die Falle von Betrügern getappt. Diese wendeten die Masche „Falscher Polizist“ am Telefon an, welche wie folgt abläuft: Meist männliche Täter rufen bei vorzugsweise betagteren Personen auf deren Festnetzapparaten an und stellen sich am Telefon als Ermittler der Polizei vor. Sie schildern einen frei erfundenen Sachverhalt und fordern die angerufene Person schließlich dazu auf, hohe Bargeldsummen oder Wertsachen an sie zu übergeben. Die Bandbreite der Schreckgeschichten, die sie dazu vortragen, reichen von: „Ihre Tochter hat jemanden überfahren! Wir benötigen jetzt sofort eine Kaution!“ bis hin zu: „Bei Ihnen wird bald eingebrochen! Bringen sie Ihr Hab und Gut bei uns in Sicherheit!“.

Die Täter sind Profis darin, ihre Opfer durch eine geschickte Gesprächsführung in Angst zu versetzen und gleichzeitig ihr Vertrauen zu erlangen. Dazu verwickeln sie ihre Opfer in lange Telefonate. Nach einer Weile fordern sie sie dazu auf, das Gespräch vom Festnetz auf ein Mobiltelefon zu verlagern, damit sie sie auch außerhalb des Hauses weiter „begleiten“ und belauschen können, vor allem dann, wenn die angerufene Person zur Bank geschickt wird, um ihre Ersparnisse abzuheben. Nicht selten, werden diese Gespräche bewusst über mehrere Stunden aufrecht gehalten, um die älteren Personen „mürbe“ zu machen.

Außerdem tun die Betrüger alles, um ihre vermeintliche Seriosität unter Beweis zu stellen: Wird eine Übergabe von Geld oder Schmuck vereinbart, wählen sie dazu bewusst einen Ort aus, der ihre eigene Zugehörigkeit zu einer Behörde bestätigen soll – zum Beispiel vor einem Amtsgerichtsgebäude. Außerdem agieren die Täter im Team. Sie beobachten ihre Opfer aus der Ferne und halten den persönlichen Kontakt bei Übergaben äußerst kurz.

Im dem konkreten Fall von Montagmittag behaupteten die Täter, Polizisten zu sein und dass die Tochter der 76-jährigen Frau einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Deshalb sei eine Kaution nötig. Eine Täterin gab sich zu diesem Zweck am Telefon auch als vermeintliche Tochter aus. Im weiteren Gesprächsverlauf wurde die 76-Jährige dazu gedrängt, Geld bei der Bank abzuheben und an einen Mittelsmann zu übergeben. Von den vermeintlichen Polizisten erhielt sie deshalb vorab die Anweisung, gegenüber den Bankmitarbeitern die genauen Hintergründe der Abhebung zu verheimlichen. Die Frau fuhr zur ihrer Bank und hob einen fünfstelligen Betrag ab. Noch vor der geplanten Geldübergabe meldete sich dann zufällig die tatsächliche Tochter bei der 76-Jährigen und der Betrug konnte verhindert werden.

Die Polizei Mönchengladbach warnt: Echte Polizisten würden solche Anrufe nie tätigen. Klären Sie bitte ältere Menschen in Ihrem Umfeld auf! Wenn Sie selbst solche Anrufe erhalten oder sich unsicher sind, ob sie einen Kriminellen am Telefon haben, dann melden Sie sich umgehend bei der Polizei! (jl)

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Wichtige Präventionstipps und Hinweise zur Betrugsmasche finden Sie zusätzlich hier:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Rückfragen von Journalisten bitte an:

Polizei Mönchengladbach
Pressestelle
Telefon: 02161/29 10 222
E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizei.nrw.de
https://moenchengladbach.polizei.nrw

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