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Blaulicht

POL-BN: Telefonbetrüger erbeuten hohen Geldbetrag und Schmuck durch Schockanruf – Polizei warnt erneut vor Telefonbetrügern

Symbolbild Polizei (Quelle: Pixabay)

Bad Honnef/Königswinter (ots) –

Eine 84-jährige Frau aus Bad Honnef wurde am Dienstag (09.11.2021) Opfer von Telefonbetrügern.

Die Seniorin war von einer angeblichen Polizistin angerufen worden, die ihr mitteilte, dass ihr Sohn in Bayern einen Unfall verursacht habe. Bei diesem Unfall sei eine Frau ums Leben gekommen. Der Mann der angeblich Verstorbenen halte sich heute zufällig in der Nähe des Wohnortes der Frau auf. Die 84-Jährige könne eine lange Haftstrafe ihres Sohnes nur abwenden, indem sie an den Ehemann ein Schmerzensgeld in Höhe von 130.000 Euro zahle.

Durch diesen sogenannten Schockanruf eingeschüchtert, begab sich die Rentnerin zu ihrer Bank und hob 30.000 Euro Bargeld ab. In einem weiteren Telefongespräch gab man der 84-Jährigen allerdings zu verstehen, dass die Summe nicht ausreiche. So übergab das Opfer schließlich neben dem Bargeld auch diversen Goldschmuck an einen Geldabholer, den angeblichen Ehemann des Unfallopfers. Die Übergabe fand auf Anweisung der falschen Polizeibeamtin auf der Grabenstraße in Höhe der Hausnummer 12 in Königswinter statt.

Der Geldabholer kann wie folgt beschrieben werden:

– etwa 175 cm groß, korpulente Statur, trug eine FFP2 Maske und
eine weiße Mütze, dunkle Kleidung

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Die 84-Jährige rief nach der Übergabe ihren Sohn an, der letztlich die Polizei verständigte.

Das zuständige Kriminalkommissariat 24 hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu der geschilderten Übergabe in Königswinter gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Die Polizei warnt:

– Betrüger geben sich als Polizisten aus und berichten bei
„Schockanrufen“ von Verkehrsunfällen, die Ihnen nahestehende
Personen verschuldet haben sollen.

– Seien Sie misstrauisch bei allen Anrufen – gesundes Misstrauen
ist nicht unhöflich!

– Rufen Sie Ihren vermeintlichen Verwandten unter einer Ihnen
bekannten Nummer zurück und vergewissern Sie sich, ob
tatsächlich eine Notlage vorliegt.

– Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren familiären oder
finanziellen Verhältnissen. Die richtige Polizei befragt Sie am
Telefon nicht nach Bargeld oder Wertgegenständen, die Sie zu
Hause oder auf einer Bank haben – auch nicht im Rahmen von
dringenden Ermittlungen.

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– Händigen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte
aus.

– Beenden Sie das Telefonat – legen Sie den Hörer einfach auf oder
drücken Sie die entsprechende Taste am Telefon. Informieren Sie
sofort die Polizei über 110, indem Sie nach dem Auflegen selbst
den Notruf der Polizei wählen. Vertrauen Sie sich zudem
Angehörigen oder Bekannten an.

Die Seniorenberatung der Bonner Polizei bietet Betroffenen und deren Familienangehörigen nach einem solchen Vorfall eine Beratung in einem persönlichen Gespräch und bei Bedarf weiterführendes Informationsmaterial an. Rufen Sie gerne unsere Präventionsdienststelle unter 0228 15-7617 oder 0228 15-7676 an oder schreiben Sie eine E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de.

Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen: https://bonn.polizei.nrw/sites/default/files/2021-06/Artikel%2002_2021.pdf

Rückfragen bitte an:

Polizei Bonn
Pressestelle

Telefon: 0228 – 1510-21 bis 23
Fax: 0228-151202
https://bonn.polizei.nrw

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