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Blaulicht

BPOL Halle: Bundespolizei durchsucht zeitgleich 38 Objekte

Leipzig, Taucha, Eilenburg (Sachsen), Linthe (Brandenburg), Hamm (Nordrhein-Westfalen) (ots) –

Zeitgleich durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei 38 Objekte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ins Bundesgebiet, dem Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen, der mittelbaren Falschbeurkundung sowie des Erschleichens von Aufenthaltstiteln.

Die Bundespolizei führt Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern gegen einen 41-jährigen Syrer.

Diesem wird zur Last gelegt, in Deutschland lebende Flüchtlinge aufgefordert zu haben, ihre Reiseausweise für Flüchtlinge sowie Aufenthaltstitel bei den zuständigen Behörden verlustig zu melden, um so eine Neuausstellung zu veranlassen. Bei der Neuausstellung der Dokumente wurde sodann ein vom tatsächlichen Inhaber abweichendes Lichtbild vorgelegt. Das so erwirkte Dokument soll in der Folge ins Ausland verschickt worden sein, um anderen damit die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Auf diese Weise soll einerseits Familienangehörigen, aber auch gegen Bezahlung eines Schleuserlohns, nicht Familienangehörigen die Einreise nach Deutschland ermöglicht worden sein. Mit dem Erlös soll der Beschuldigte seinen Lebensunterhalt hier in Deutschland finanziert haben.

Vor diesem Hintergrund erfolgte die Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten sowie seiner Gewerberäume nach Beweismitteln.

Parallel dazu führt die Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen und Aufenthaltstiteln, der mittelbaren Falschbeurkundung sowie des Erschleichens von Aufenthaltstiteln gegen mehrere Beschuldigte.

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Die Beschuldigten stehen im Verdacht auf die zuvor beschriebene Art und Weise bei der Neuausstellung der Dokumente mitgewirkt zu haben.

Bei den Beschuldigten erfolgten Wohnungsdurchsuchungen nach Beweismitteln. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

Bei den Maßnahmen wurden Beweismittel sichergestellt, u.a. zahlreiche aufgefundene Ausweise, Reisedokumente und Aufenthaltstitel, Smartphones, elektronische Speichermedien und bei verschiedenen Beschuldigten insgesamt rund 33 000 Euro Barmittel. Die Auswertung der Beweismittel dauert an.

Bei den Maßnahmen kamen 650 Beamte der Bundespolizei zum Einsatz, darunter Experten der Urkunden- und Identitätsüberprüfung zur zweifelsfreien Klärung der Identitäten der angetroffenen Personen.

Erreichbarkeit für Presseanfragen

Polizeihauptkommissar Maik Fischer

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle (Saale)
Rudolf-Breitscheid-Straße 10
06110 Halle (Saale)

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Tel.: 0345 / 205678 – 194 | 0173 / 290 7955
E-Mail: bpolikb.halle.controlling-oea@polizei.bund.de

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Maik Fischer
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