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Blaulicht

HZA-MS: Hauptzollamt Münster beteiligt sich an landesweiten Aktionstagen in der Baubranche/Finanzkontrolle Schwarzarbeit leitet Strafverfahren gegen illegal beschäftigte Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber ein

Münster (ots) –

An den diesjährigen landesweiten Aktionstagen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, die vor drei Jahren durch die nordrhein-westfälischen Arbeits- und Wirtschaftsminister sowie die Generalzolldirektion ins Leben gerufen worden waren, war auch das Hauptzollamt Münster beteiligt. Auf zwei der vier kontrollierten Großbaustellen stießen die Zöllnerinnen und Zöllner auf Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis.

Da in diesem Jahr der Fokus der Aktionstage auf der Baubranche lag, kontrollierten die Beschäftigten des Hauptzollamtes Münster gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Rentenversicherung, der Arbeitsschutzverwaltung, der Kommune sowie der Ausländerbehörde insgesamt vier Großbaustellen im Kreis Steinfurt sowie im Stadtgebiet von Münster. Zahlen alle Unternehmen den Mindestlohn? Werden Sozialversicherungsbeiträge korrekt abgeführt? Gibt es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nebenbei ungerechtfertigt Sozialleistungen beziehen? Diesen Fragen gingen die insgesamt 62 Zöllnerinnen und Zöllner nach. Dazu führten sie Befragungen bei 334 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch, deren Ergebnisse in den kommenden Wochen ausgewertet und mit der Prüfung der insgesamt 87 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verglichen werden. Ein Anfangsverdacht wegen des Verstoßes gegen die Pflicht zur Zahlung des Mindestlohns lag bereits in fünf Fällen vor.

Darüber hinaus wurden die Zöllnerinnen und Zöllner in einem anderen Bereich fündig: Auf zwei Baustellen ermittelten sie mehrere Arbeitnehmer – drei Ukrainer und einen Afghanen -, die über keine Arbeitserlaubnis für Deutschland verfügten. Weiterhin wurde ein Bulgare angetroffen, der durch seinen Arbeitgeber nicht zur Sozialversicherung angemeldet worden war.

Dass mit ihrer Tätigkeit etwas nicht in Ordnung war, war zweien der Männer übrigens durchaus bewusst: Beim Anblick der Zöllnerinnen und Zöllner ergriffen sie die Flucht, konnten aber dennoch festgenommen werden. Die vier Männer ohne Aufenthaltserlaubnis wurden inzwischen ausgewiesen, einer zu einem Verwarngeld wegen der fehlenden Mitwirkung bei der Prüfung verpflichtet. Auch die Unternehmen, die die Männer beschäftigten, erwarten nun Strafverfahren.

Rückfragen bitte an:

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Hauptzollamt Münster
Verena John
Telefon: 0251/4814-1306
E-Mail: presse.hza-muenster@zoll.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Münster, übermittelt durch news aktuell