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Blaulicht

POL-SU: Fehlende Freisprecheinrichtung im Auto verhindert Telefonbetrug

Symbolbild Polizei (Quelle: Pixabay)

Sankt Augustin (ots) –

Ein gut situiertes Sankt Augustiner Ehepaar wurde am Mittwochmittag (10.11.2021) von falschen Polizeibeamten angerufen. Das Paar aus Hangelar wurde von den Telefonbetrügern um Hilfe gebeten: Sie sollten mithelfen, einen betrügerischen Bankmitarbeiter zu überführen. Dazu mussten sie ihr gesamtes Geld vom Girokonto abheben und den Polizisten zur Überprüfung auf Falschgeld übergeben. Der Ehemann holte bei seiner Bonner Bank 10.000 Euro in bar ab. Mehr Bargeld bekam er nicht, da nach Angaben eines Bankangestellten die tägliche Auszahlungsgrenze erreicht sei. Er fuhr wieder nach Hause, um dort am Telefon die weiteren Instruktionen der falschen Polizisten abzuwarten.

Er wurde nun aufgefordert zum Parkplatz eines Hotels zu kommen und das Geld an einem roten Bus bei den angeblichen Polizeibeamten abzugeben. Diese Aufgabe übernahm die Ehefrau, die mit dem Auto zu dem Parkplatz fuhr. Während der Fahrt riefen die Täter auf dem Handy der Frau an, die aber aufgrund fehlender Freisprecheinrichtung das Gespräch nicht annehmen konnte.

Auf dem besagten Parkplatz stand kein Bus und es kamen auch keine weiteren Anweisungen. Daraufhin fuhr sie wieder heim und wählte den Polizeiruf 110. Umgehend wurde eine uniformierte Streife im Streifenwagen zu dem Paar entsandt. Das völlig verunsicherte Ehepaar wurde von der Streifenwagenbesatzung, denen sie ungefragt die 10.000 Euro ausgehändigt hatten, aufgeklärt und sensibilisiert. Das Geld verblieb selbstverständlich bei den Eheleuten.

Telefonbetrüger agieren in den Telefonaten absolut selbstsicher und überzeugend, sodass es ihren Opfern, wie in diesem Fall, bis zur letzten Sekunde verborgen bleibt, dass sie betrogen werden. Aufklärung bringt in vielen Fällen die Hinzuziehung eines Angehörigen oder einer anderen Vertrauensperson. Dies wissen die Täter aber oftmals durch die Häufigkeit und Intensität ihrer Anrufe zu verhindern. Im vorliegenden Fall gab es rund 30 Anrufe auf verschiedenen Anschlüssen der Geschädigten.

Daher empfiehlt die Polizei möglicherweise andere Schutzmechanismen, zum Beispiel eine begrenzte Bargeldauszahlung mit der Bank zu vereinbaren. Wie viel Bargeld müssen Sie am Tag regelmäßig von ihrem Konto abheben? Gleiches gilt im Übrigen für Banküberweisungen. (Bi)

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Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
Pressestelle

Telefon: 02241/541-2222
E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de

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